Metallbau trifft Expedition

Schon mal davon geträumt ferne Länder zu erkunden, exotische Tiere zu beobachten und fremde Kulturen zu erleben? Mit dem passenden Expeditionsfahrzeug lassen sich tausende „Pisten“-Kilometer spielerisch bewältigen. Der Bau von Fernreisefahrzeugen ist Metallverarbeitung auf höchstem Niveau, schließlich sollen die Fahrzeuge für viele Jahre den widrigsten Bedingungen trotzen.

Für Metallbauer gibt es beim Bau von Expeditionsfahrzeugen viel zu tun, denn Metall ist aktuell das wichtigste Material im Fahrzeugbau. Ob Pickup-Kabine, Heckverlängerung oder große Kofferaufbauten auf LKWs, wer viel Zeit auf schlechten Straßen oder im Gelände verbringt, braucht eine stabile und dauerhafte Konstruktion, die auch beim ersten Kontakt mit Bäumen oder Felsen nicht gleich nachgibt. Dabei erfordert es viel technisches Wissen, um robust zu bauen und dennoch das Fahrzeug nicht unnötig schwer zu machen. Die Aufgaben für Metallbauer beim Bau von Weltreisemobilen sind sehr unterschiedlich: so müssen Zwischenrahmen mit Feder- oder Mehrpunktlagerungen angefertigt werden oder sogar ganze Kabinen und Käfige geschweißt werden, die anschließend durch eine Dämmschicht vor großer Hitze oder Kälte schützen. Aber auch Detaillösungen erfordern Metallkenntnisse – sei es bei Durchstiegs-Lösungen vom Fahrerhaus in die Kabine, bei außen angebrachten Staukästen und Tanks, oder bei Dachträgern, auf denen Bergematerialien, Fahrräder und Kanister befestigt werden können.

Falls dich die Leidenschaft für Fahrzeuge und das Reisen gepackt hast, gibt es da draußen spannende Projekte zu entdecken. Und beim Bau von Expeditionsfahrzeugen gilt wie für jedes Reiseabenteuer: keines gleicht dem anderen. Ob Studentenbudget oder High-End-Gerät, am Ende eint sie alle der Wunsch, nach monatelanger Handarbeit endlich unterwegs zu sein. In diesem Sinne wünschen wir allzeit ein Handbreit Platz unter dem Unterfahrschutz.

Anja und Dominik

Seit zwei Jahrzehnten im afrikanischen Busch unterwegs, sind die beiden seit kurzem stolze Besitzer eines umgebauten Toyota Landcruisers HZJ 79 von Tom’s Fahrzeugtechnik. In sechs Monaten Handarbeit entstand das Expeditionsfahrzeug nach den Wünschen und Reisegewohnheiten des Paares. Mit absoluter Präzision bei der Metallverarbeitung und echter Leidenschaft fertigten Tom, Julian und sein Team einen neuen „Rucksack“ für den Geländewagen, der mit robuster Technik im härtesten Gelände überzeugt und unterwegs ein behagliches Zuhause bietet. Dabei ist er so kompakt, dass er per Container verschiffbar ist und mit seinen 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht keine Einschränkungen bei der Reiseroute erfordert. Namibia und Botswana sind die geplanten Reiseziele der Beiden, wo sie sich wieder darauf freuen, Nationalparks zu entdecken, den Puls der Natur zu spüren und auf Abenteuersuche zu gehen.

Anja und Dominik folgen immer wieder dem Ruf aus Afrika. Infos und Bilder gibt es auf ihrem Blog www.sunlander.de

Oskar

Ein Mann mit beeindruckender Biographie und Weltenbummler aus Leidenschaft. Zunächst an einer Rechtswissenschaftlichen Fakultät tätig, wagte er 1993 den Sprung in die Praxis. Im Dienst der UNO und der OSZE leitete er zahlreiche Maßnahmen zur Friedenssicherung und Demokratisierung in Krisenstaaten und Bürgerkriegsregionen – so etwa in Ruanda, Bosnien-Herzegowina, dem Kosovo, Sierra Leone, Afghanistan und Somalia. Seit 2016 im Ruhestand ist er seit drei Jahren in einem als Wohnmobil ausgebauten Toyota Landcruiser von Feuerland nach Alaska unterwegs. Im Herzen jung geblieben, begeistert er sich täglich aufs Neue für sportliche Herausforderungen und abenteuerliche Hobbys und schätzt den Kontakt zu den Menschen vor Ort.“

Oskar Lehner ist seit 2016 auf Weltreise. Mehr zu seiner Reise findest du unter www.oskarlehnertravel.news

Paul

1200 Euro: für manche das Budget eines Wochenendtrips, für Paul der Einstieg in sein Vanlife-Leben. So viel kostete der alte, orangene Mercedes-Bus, der seit 2014 das traute Heim des 30-Jährigen ist. In Sachen Rostbekämpfung und Campingausbau musste sich der Berliner in den ersten Monaten viel Wissen aneignen, das er in sein neues E-Book gepackt hat. „Ich habe ein Buch geschrieben, was ich im Internet für meinen ersten Camper Ausbau vergeblich gesucht habe: einen Ratgeber zum Camper-Ausbau.“ Mittlerweile lebt und arbeitet er überall auf der Welt. In den letzten fünf Jahren hat er mehr als 30 Länder in Europa und Asien besucht und plant für die kommenden Jahre schon die nächsten großen Reisen.

Mit nur 1200 Euro hat Paul seinen Weltreisecamper ausgebaut. Seinen Blog findest du auf www.passport-diary.com

Mit Bildern von Oskar Lehner, Dominik Brokelmann und Paul.